AG Akuttherapie

In der Arbeitsgruppe haben sich Vertreter:innen der Berliner Schlaganfall-Allianz, des Berliner Schlaganfall Registers und der Berliner Feuerwehr zusammengetan, um die Aktutbehandlung von Schlaganfallbetroffenen weiter zu verbessern und Verzögerungen im Behandlungsablauf zu vermeiden.

Zielsetzung

Ziel der AG Akuttherapie ist es, ein Gesprächsforum für die Berliner und Potsdamer Schlaganfall-Akutversorger:innen unter Einbeziehung der Berliner Feuerwehr zu bieten. Themen sind die Verbesserung der Kommunikation - bereits präklinisch - zwischen Feuerwehr und Akutklinik, insbesondere die präklinische Vorabübermittlung der wichtigsten Informationen zur Schlaganfall-Akutbehandlung, die Übermittlung von Rettungsdienstprotokolle, die Optimierung der Nutzung von IVENA, die Verbesserung der Abläufe bei der Übergabe von Schlaganfall-Patient:innen in den Notaufnahmen durch Feuerwehr und die Optimierung der Zusammenarbeit mit den STEMOs (Stroke-Einsatz-Mobile).

Projekte

1. IVENA-Voranmeldung mit OSAKA

Um die präklinische Voranmeldung des akuten Schlaganfalls mittels IVENA zu vereinheitlichen, hat die AG ein minimal data set definiert, anhand dessen die wichtigsten klinisch-anamnestischen Informationen, die für die Planung der innerklinischen Akutversorgung unumgänglich sind, bereits präklinisch in die Zielklinik übermittelt werden sollen. Dies ermöglicht die bestmögliche Vorbereitung der Akutbehandlung, da es weiterhin gilt – „Time is Brain!“.

Diese Informationen (Akronym dazu OSAKA) sollen im IVENA-Bemerkungsfeld von den Erstversorger:innen eingetragen werden:

  • Onset – Um wieviel Uhr sind die Symptome aufgetreten, bzw. wenn dies nicht bekannt ist, wann war der/die Pat. z.L. ohne Symptome gesehen / gehört / wahrgenommen?
  • Symptome – BEFAST auffällig? Was ist dran auffällig?
  • AntiKoagulation – Was, wann, wieviel wurde eingenommen?
  • Auskunftsfähige Person Telefonnummer – bitte im RIKS-Protokoll notieren, nicht aber im IVENA dokumentieren – dies wäre nicht datenschutzkonform. Eine Telefonnummer  von einer auskunftsfähiger Person ist für Rückfragen sehr hilfreich.

Von diesen Daten wurde das Akronym OSAKA, als Erinnerungskrücke, konstruiert.

2. Neurologisches Curriculum in der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie (BFRA) und in der Berliner Feuerwehr (BF)

Die AG-Akuttherapie hat gemeinsam mit der AG-Weiterbildung 2024/2025 ein dreisäuliges neurologisches Curriculum für die BFRA sowie für die Berliner Feuerwehr etabliert:

  • Dozent:innenweiterbildung in der BFRA: Wir diskutieren mit den Dozent:innen der BFRA in einem Train the Trainer Format an zwei Tagen über die wichtigsten neurologischen Notfälle und deren prähospitale Versorgung und vermitteln einen State of the Art Überblick über die Akutneurologie. Dieses Format wird im jährlichen Turnus wiederholt.
  • Curriculum für angehenden Notfallsanitäter:innen: Ab 2025erhält in der BFRA jedes Jahr jede Klasse im 2. Jahrgang ein Tag im Meet the Experts Format. Hierfür werden die wichtigsten neurologischen Krankheitsbildern von top Akutneurolog:innen aus Berlin mit zentral erstellten und einheiltichen Präsentationen interaktiv vermittelt.
  • Breitenausbildung in der BF: Das Ziel ist, Schlaganfallzentrierte Fortbildungsmöglichkeiten für und mit der BF anzubieten und gemeinsam optimierte SOPs und Übergabemethoden zu etablieren.

Mitglieder

Dr. med. Veronika Angermüller (Vivantes Humboldt-Klinikum), Dr. med. Olaf Crome (Vivantes Klinikum Neukölln), Prof. Dr. med. Georg Hagemann (Helios Klinikum Berlin-Buch), PD Dr. med. Gerhard Jan Jungehülsing (Jüdisches Krankenhaus Berlin), Dr. med. Falko Kaufhold (Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge), Maciej Kiepuszewski (Berliner Feuerwehr), PD Dr. med. Christoph Leithner (Charité - Universitätsmedizin Berlin - Campus Virchow-Klinikum), Dr. med. Sven Lerch (Bundeswehrkrankenhaus), Dr. med. Dennis Lischewski (Park-Klinik Weißensee GmbH), Prof. Dr. Bruno-Marcel Mackert (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum), Prof. Dr. med. Andreas Meisel (Charité-Universitätsmedizin Berlin - Campus Charité Mitte), Dr. med. Andrea Rocco (Klinikum Ernst von Bergmann), Dr. med. Paul Sparenberg (BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH), Dr. med. Eiko Spielmann (Berliner Feuerwehr), dr. med. Dávid Vadász (Jüdisches Krankenhaus Berlin), Dr. med. Enrico Völzke (Schlosspark-Klinik), Dr. med. Joachim Weber (BIH, Charité - Universitätsmedizin Berlin), Nils Zänker (Vivantes Humboldt-Klinikum)

Sprecher
Dr. med. Dennis Lischewski, MHBA (Park-Klinik Weißensee GmbH)
dr. med. Dávid Vadász (Jüdisches Krankenhaus Berlin)

 

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